Wir sind Mitglied der TYPO3 Association. Warum eigentlich? Die kurze Antwort: Weil wir seit über 20 Jahren mit TYPO3 arbeiten und unser Geld damit verdienen – und weil Open Source nur funktioniert, wenn diejenigen, die davon profitieren, auch etwas zurückgeben.
Die längere Antwort lohnt sich aber, denn dahinter steckt ein Modell, das viele gar nicht kennen.
Wie TYPO3 organisiert ist. TYPO3 gehört keinem Unternehmen. Das CMS wird von der TYPO3 Association getragen – einem gemeinnützigen Verein, der die Entwicklung koordiniert und finanziert. Über 1.000 Mitglieder weltweit zahlen Beiträge, aus denen Sicherheitsupdates, Core-Entwicklung und Infrastruktur bezahlt werden. Daneben gibt es die TYPO3 GmbH für kommerzielle Leistungen wie den erweiterten Support (ELTS) – ihre Erlöse fließen zurück ins Projekt. Und es gibt die Community: Tausende Entwickler, die Code beitragen, Extensions pflegen und Dokumentation schreiben. Dieses Modell ist der Grund, warum TYPO3 seit über 25 Jahren existiert – unabhängig von den Geschäftsinteressen eines einzelnen Herstellers.
Warum Open Source wichtig ist. Offener Quellcode bedeutet: Jeder kann prüfen, wie das System funktioniert und wie Daten verarbeitet werden. Sicherheitslücken werden von einer weltweiten Community gefunden und geschlossen – nicht von einer einzelnen Firmenabteilung. Dazu kommen keine Lizenzkosten, keine Herstellerabhängigkeit und kein Risiko, dass ein Anbieter sein Produkt einstellt oder die Preise verdoppelt. Wer eine TYPO3-Website betreibt, besitzt seine digitale Infrastruktur wirklich.
Aber: Kostenlose Software entsteht nicht aus dem Nichts. Jemand muss die Releases bauen, die Server betreiben, die Dokumentation pflegen. Genau das finanziert die Association – und genau deshalb sind wir Mitglied.
Was uns die Mitgliedschaft konkret bringt. Wir stimmen bei der jährlichen Generalversammlung über wichtige Entscheidungen ab – die Zukunft des Systems, auf das unsere Kunden bauen, wird nicht über unsere Köpfe hinweg entschieden. Wir sind nah an der Community und wissen früh, wohin sich TYPO3 entwickelt – das hilft uns bei der Beratung, etwa bei Upgrade- oder Architekturfragen. Wir bekommen Rabatte auf Schulungen, Zertifizierungen und Veranstaltungen wie die TYPO3 Developer Days. Und wir stehen im offiziellen Mitgliederverzeichnis – ein überprüfbares Signal, dass wir hinter dem System stehen, mit dem wir arbeiten.
Machen wir uns nichts vor: Eine Mitgliedschaft allein macht kein Projekt besser. Gute TYPO3-Arbeit entsteht durch Erfahrung und technisches Können, nicht durch ein Logo. Aber sie zeigt, wie wir denken: langfristig. Wer sich an ein Open-Source-Projekt bindet und dessen Zukunft mitträgt, plant nicht in Projektzyklen, sondern in Jahren. Unsere längste Kundenbeziehung besteht seit 1996 – das passt zusammen.