burster präzisionsmesstechnik gmbh & co kg (burster.de)

burster präzisionsmesstechnik entwickelt und produziert seit 1961 hochpräzise Sensoren, Messsysteme und Kalibriergeräte – mit Kunden in Industrie, Forschung, Medizintechnik und Raumfahrt weltweit. Das Unternehmen aus dem badischen Gernsbach beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und ist seit Anfang 2025 Teil der internationalen discoverIE-Gruppe mit Sitz in London.
Für ein Unternehmen dieses Kalibers – mit einem international aufgestellten Vertrieb, einem akkreditierten Kalibrierlabor (DAkkS nach ISO 17025) und einer wachsenden globalen Kundenbasis – war die bisherige Website an ihre Grenzen gestoßen. Es brauchte kein Redesign. Es brauchte eine vollständige digitale Neukonzeption.

Die Ausgangssituation: Zu viele Sprachen, zu wenig Struktur

Vor dem Relaunch existierte burster.de in einer gewachsenen Mehrsprachenstruktur: Deutsch, Englisch, Italienisch sowie eine zusätzliche regionale englische Variante für den südeuropäischen Markt – vier Sprachversionen mit teils unklarer Abgrenzung und hohem Pflegeaufwand.

Dazu kam: Die Ansprechpartner wurden je nach aufgerufenem Land unterschiedlich ausgespielt, allerdings technisch unzuverlässig und schwer administrierbar. Prozesse wie das Herunterladen von Kalibrierscheinen, die Produktsuche oder die Einbindung von Stellenanzeigen liefen noch weitgehend manuell oder über externe Lösungen ohne echte Integration in die Website.

Das Ziel des Projekts war klar: Die Website sollte nicht nur besser aussehen – sie sollte aktiv zur Effizienz des Unternehmens beitragen.

Die Lösung: TYPO3 als Integrationszentrale

Sprachstrategie neu gedacht: Regional statt historisch gewachsen

Statt vier Sprachversionen zu pflegen, wurde die Struktur konsequent vereinfacht: Heute gibt es eine deutsche Version für den DACH-Markt, eine englische Hauptversion für das internationale Publikum – und einen dedizierten UK-Bereich, der die neu entstandene Verbindung zur discoverIE-Gruppe widerspiegelt und gezielt den britischen Markt adressiert.
Das Ergebnis ist nicht nur eine schlankere Pflegestruktur, sondern auch eine deutlich klarere Aussage gegenüber Suchmaschinen: Weniger sprachliche Überschneidungen, sauberere hreflang-Signale, stärkere regionale Relevanz.

Produktfilter: Technische Präzision auch in der Suche

Das umfangreiche Produktportfolio von burster – von Kraftsensoren über Drehmomentsensoren bis hin zu Kalibriergeräten – stellt Nutzer vor eine klassische Herausforderung: Wie findet man schnell das richtige Produkt?

Für die Produktkategorie Kraftsensoren zum Beispiel können Nutzer heute nach Kraftrichtung, Sensortyp und Kraftbereich filtern – und landen direkt bei den passenden Produkten, ohne sich durch eine Baumnavigation klicken zu müssen. Der Filter ist vollständig in TYPO3 integriert und wird redaktionell gepflegt, ohne dass Entwickler eingreifen müssen.

schema.org: Produktdaten für die KI-Suche optimiert

Suchmaschinen – und zunehmend auch KI-gestützte Antwortsysteme wie Google AI Overviews oder ChatGPT – lesen Websites nicht wie Menschen. Sie brauchen strukturierte Daten, um Inhalte richtig einzuordnen.

Für burster wurden sämtliche Produktseiten mit schema.org-Markup versehen: Produktname, Beschreibung, Kategorie, Verfügbarkeit und technische Eigenschaften sind maschinenlesbar hinterlegt. Das verbessert nicht nur das Ranking in klassischen Suchergebnissen – es erhöht auch die Wahrscheinlichkeit, dass burster-Produkte in KI-generierten Antworten korrekt und vollständig repräsentiert werden.

Individueller PDF-Katalog – und direkte CRM-Anbindung

Eines der funktional stärksten Features der neuen Website ist das individuelle Katalog-Tool: Nutzer können aus dem gesamten Produktangebot (ca. 80 Kernprodukte) eine persönliche Merkliste zusammenstellen und daraus mit einem Klick einen individuellen PDF-Katalog generieren lassen – zugeschnitten auf ihre konkreten Anforderungen.

Was nach außen hin wie ein praktisches Self-Service-Feature wirkt, hat eine zweite, noch bedeutendere Dimension: Über eine REST-Schnittstelle ist das Katalog-Tool direkt mit dem internen CRM von burster verbunden. Das CRM übermittelt Produktnummern, TYPO3 generiert daraus vollautomatisch ein fertiges, layoutkonformes PDF – das dann direkt in Kundenangeboten verwendet wird.

Das reduziert manuellen Aufwand im Vertrieb, sorgt für konsistentes Erscheinungsbild in der Kundenkommunikation und verhindert, dass Angebote mit veralteten Produktdaten erstellt werden.

Kalibrierscheine live abrufbar – direkt aus dem internen System

burster betreibt ein nach ISO 17025 (DAkkS) akkreditiertes Kalibrierlabor. Für Kunden – insbesondere in der Qualitätssicherung und bei IATF-Anforderungen – sind aktuelle Kalibrierdokumente geschäftskritisch.

Über die neue Website können Kunden ihre Prüf- und Kalibrierzertifikate live abrufen – entweder über Produkt-Seriennummer und Kalibrierschein-Nummer für einzelne Dokumente, oder über die Auftragsnummer und Debitorennummer für einen vollständigen Zugang zum Kalibrierschein-Archiv. Die Dokumente werden dabei nicht statisch auf der Website gespeichert, sondern in Echtzeit aus den internen Systemen abgerufen – immer aktuell, immer korrekt zugeordnet.

Treiberdaten automatisch aktuell

Für technische Produkte sind aktuelle Treiber- und Softwaredaten ein wichtiger Servicebaustein. Statt diese manuell zu pflegen, wurden die Treiberdaten über eine XML-Schnittstelle an die internen Systeme von burster angebunden. Aktualisierungen im Backend fließen automatisch in die Website ein – ohne Redaktionsaufwand, ohne Fehlerrisiko durch manuelle Datenpflege.

Stellenanzeigen mit technisch sauberer Drittanbieter-Integration

Karriereseiten sind häufig ein Kompromiss: Entweder nutzt man das Bewerbertool des Anbieters mit Medienbruch (Weiterleitung auf fremde Domain), oder man baut teuer eine Eigenentwicklung.
Für burster haben wir einen dritten Weg gewählt: Die Stellenanzeigen aus dem Bewerbermanagementsystem werden per XML-Schnittstelle automatisch auf der Website aktualisiert – neue Stellen erscheinen ohne manuellen Eingriff, abgeschlossene verschwinden automatisch. Das Bewerbungsformular selbst wird als iframe eingebunden und läuft dabei nahtlos unter der burster-Domain.
Technisch war das eine eigene Herausforderung: Wird ein iframe von einer Fremdomain geladen, verbieten Browser-Standardregeln (CSP / Cross-Origin-Cookie-Policies) die Übertragung von Session-Daten – was zu Fehlfunktionen im Formular führt. Die Lösung: Ein von uns betreuter Reverse Proxy Server, der die Kommunikation technisch korrekt unter der burster-Domain abwickelt und so CSP-Regeln einhält, ohne Kompromisse bei Funktionalität oder Datenschutz einzugehen.

Was dieses Projekt zeigt

burster.de ist kein klassisches CMS-Projekt. Es ist ein Beispiel dafür, was TYPO3 kann, wenn man es konsequent als Integrationsplattform einsetzt: REST-Schnittstellen zum CRM, XML-Feeds von internen Systemen, Live-Datenbankabfragen für Kalibrierdokumente, Reverse-Proxy-Infrastruktur, schema.org-Auszeichnung und ein Produktfilter – alles in einem System, redaktionell administrierbar, wartbar und erweiterbar.

Solche Projekte erfordern mehr als technisches Handwerk. Sie erfordern ein tiefes Verständnis für die Geschäftsprozesse des Kunden – und den Anspruch, die Website nicht als Aushängeschild zu bauen, sondern als einen Teil des operativen Betriebs.

Das ist der Anspruch, den wir bei Müller New Media seit über 20 Jahren verfolgen.

 

  • Auftraggeber Otterbach Concept GmbH
  • Konzept Otterbach Concept GmbH
  • Design Otterbach Concept GmbH
  • Frontendprogrammierung Müller New Media GmbH
  • Backendprogrammierung Müller New Media GmbH
zurück
  • TYPO3-Webseite
  • Datenbank für Produkte
  • Dokumentenkonfigurator
  • 3D-Modell-Download
  • Schnittstellen zu internen Systemen
  • Mehrsprachigkeit (deutsch/englisch)